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Gewinner und Verlierer des ersten Formel-1-Rennens in Melbourne

Melbourne – Das Auftaktrennen der Formel-1-Saison 2026 ist Geschichte. Mit neuen Regeln, frischen Fahrerpaarungen, veränderten Teams und einigen Zwischenfällen gab es an diesem ersten Rennwochenende viel Gesprächsstoff. Wir werfen einen Blick auf die Sieger und Verlierer des Grand Prix in Melbourne.

George Russell: Der Gewinner des Wochenendes darf in dieser Übersicht natürlich nicht fehlen. Der 28-jährige Fahrer lieferte sich zu Beginn ein spannendes Duell mit Charles Leclerc (28), profitierte dann jedoch von einer überlegenen Strategie. Fehlerfrei und mit einer überzeugenden Performance sicherte sich Russell seinen sechsten Sieg in der Formel 1.

Mercedes: Toto Wolff (54) war am Bildschirm mit einem dezenten Lächeln zu sehen, als seine beiden Silberpfeile die ersten beiden Plätze belegten. Offenbar verfügt Mercedes zu Beginn der Saison über das stärkste Fahrzeug, was sich bereits im Qualifying mit beeindruckenden Rundenzeiten zeigte. Obwohl Ferrari im Rennen dicht dran war, sicherte sich Mercedes dank einer besseren Strategie den Doppelsieg.

Arvid Lindblad: Der 18-jährige Rookie beeindruckte bei seinem Debüt mit einer herausragenden Leistung. Nach einem spektakulären Start katapultierte sich Lindblad zeitweise auf Rang vier und bewies erneut, dass er das Potenzial für die Formel 1 besitzt. Am Ende reichte es für den Racing Bulls-Piloten zu einem starken achten Platz.

Auch das Haas-Team zählt zu den Gewinnern dieses Wochenendes. Ollie Bearman (20) holte sich einen bemerkenswerten siebten Platz, während Esteban Ocon (29) mit Rang elf knapp die Punkteränge verpasste.

Oscar Piastri: Für den 24-Jährigen verlief der Saisonauftakt äußerst enttäuschend. Nach Startplatz fünf im Qualifying kollidierte er in der Aufwärmrunde mit der Streckenbegrenzung und musste sein Auto noch vor Rennbeginn abstellen. Die Nullnummer war umso bitterer, da Piastri sein Heimrennen verpasste. McLaren gab als Ursache für den Unfall einen "unerwarteten Leistungsschub" an.

Williams: Alex Albon (29) kam als bester Fahrer seines Teams mit über 25 Sekunden Rückstand nur auf Position zwölf ins Ziel und präsentierte damit eine ernüchternde Bilanz: „Derzeit befinden wir uns im Niemandsland und können mit dem Mittelfeld nicht mithalten“, erklärte der Brite nach dem Rennen. Im Vorjahr hatte Albon den Melbourne GP noch auf dem fünften Rang beendet.

Aston Martin: Probleme mit dem neuen Motor verursachen momentan so starke Vibrationen, dass sich laut Fahrern das Fahrgefühl wie auf einem „elektrischen Stuhl“ anfühle. Die Befürchtungen, dass Aston Martin nicht die volle Renndistanz absolvieren kann, bestätigten sich: Fernando Alonso (44) schied vorzeitig aus, während Lance Stroll (27) nach längerer Unterbrechung zwar weiterfahren konnte, aber mit 15 Runden Rückstand das Ziel erreichte.

Das nächste Rennen steht bereits am kommenden Wochenende auf dem Programm. Dann reisen Teams und Fahrer nach Shanghai, wo der Start am Sonntag um 8 Uhr deutscher Zeit erfolgt.